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Die Gitarre

Die Gittare war eines der ältesten Musikinstrumente überhaupt. Ganz sicher ist sie auf jeden Fall im 20. Jahrhundert das wichtigste und populärste Instrument. Die heutige Musik wäre ohne die Gitarre so nicht entstanden.(Blues, Jazz, Beat, Rock, Pop, Folklore und Flamenco)

Die 6-saitige spanische Gitarre, oder auch Konzertgitarre genannt, gibt es seit dem 18. Jahrhundert und wird seit Anfang dieses Jahrhunderts mit Kunststoffsaiten gespielt.

Die Klassikgitarre gibt es in dieser Form seit Ende des 19. Jahrhunderts. Sie wird auch als "Konzertgitarre", "Spanische Gitarre", "Moderne Gitarre" oder "Nylonsaitengitarre" bezeichnet.
Antonio de Torres (1817-1892) war ein spanischer Gitarrenbauer, der diese moderne Form der Gitarre zwischen 1854 und 1888 entwickelt hat. Die Mensur (Abstand zwischen Sattel und Steg) war 65 cm. Also erheblich grösser als die Modelle vor seiner Zeit.

Die Akustikgitarre heisst auch "Western"- oder Stahlsaiten-Gitarre.


Fender GitarreMartin ist der führende Hersteller für Akustikgitarren. Er unterscheidet 6 Modelle, die auch für andere Hersteller Gültigkeit haben: Size 1 = 46,4 x 30 cm, Size 2 = 48 x 34,4 cm, Size 0 = 48,5 x 34,3 cm, Size 00 = 48 x 36 cm, Size 000 = 49 x 38 cm, Size D = 51 x 39,5 cm.
Das verbreitetste Modell (Size D) hat 14 Bünde bis zum Korpusrand.

Der Korpus der Resonatorgitarre (Resonator Guitar) besteht aus einer Metall-Legierung. Die Saiten liegen beim Steg auf dem Resonator auf und erzeugt so ein Klang wie aus einem Lautsprecher. Der Resonator, der in der Gitarre auf einem Rand aufliegt, ist hauchdünn und federleicht. Das Foto zeigt eine Dobro mit einfachen Verzierungen auf dem Korpus. Sehr oft werden Stücke mit einer Leersaiten-Stimmung (Open Tuning) gespielt und ein "Bottleneck" (Slide) verwendet.

Die ersten elektrischen Gitarren wurden in den 20er dieses Jahrhunderts gebaut und waren technisch noch zu unausgereift um musikalisch zu überzeugen. Erst in den 30er wurde die elektromagnetische Tonabnahme entwickelt d.h. die Metallseiten verändern dadurch ihr Schwingen das Magnetfeld einer Spule und somit auch deren elektrische Eigenschaften. Das dadurch resultierende Signal lässt sich dann verstärken und verfremden.

Der Siegeszug der E-Gitarre begann Ende der 40er als Leo Fender anstatt desFender Gitarre Hohlraumklangkörpers einen soliden Holzkörper benutzte. Dieser verhinderte ungewollte Vibrationen und dem Erfolg der E-Gitarre stand nichts mehr im Weg.Mit Fender begann der ganze Gitarrenboom. Am bekanntesten sind die Modelle Stratocaster und Telecaster. Gibson entwickelte wie Fender eine E-Gitarre, aber in einem solideren Design. Gibson-Gitarren klingen etwas mehr nach Blues als Fender-Gitarren die etwas schriller klingen.

Der E-Bass wurde ursprünglich als Ersatz für den sperrigen Konzertbass entwickelt und hat diesen auch grösstenteils ersetzt. Ein Bass hat entweder 4 oder auch 5 Saiten ( manchmal auch 6 ) und einen längeren Hals als eine Gitarre.
Eine Gitarre ist wirklich kein einse(a)itiges Instrument. Wer schon mal nachts am Strand am Lagerfeuer sass und alte Torfrock-Songs bei Bier und Grillwürstchen serviert bekam, will selbst gerne Gitarre lernen. Aber das ist nicht allen vergönnt.

Der häufigste Einstig zum Gitarrespielen geht über das Erlernen der Grundakkorde für die Greifhand und Rhythmusspiel für die Anschlagshand. Damit werden Lieder begleitet, die am "Lagerfeuer" gespielt werden können. Sollen die Begleittechniken verfeinert oder mit verschiedenen Stilistiken erweitert werden, oder gar zwischendurch ein Gitarrenstück ohne Gesang gespielt werden, erfordert dies ein genaueres Auseinandersetzen mit den Gitarrenstilen und Gitarrentechniken.

Das erste Problem liegt nicht in der Geschicklichkeit oder der "Kunst" des Spielens. Mit ein paar einfachen Anfangs-Akkorden kann man schon leicht gute Musik zum zuhören machen. Das Problem liegt in der Ausdauer. Man muss mit den Fingerspitzen die (meisst) Metallseiten drücken. Das muss so passieren, das die Seite den Bund berührt und der Finger dabei möglichst nahe am Bund mit anliegt, damit die Seite nicht "scheppert". Wenn man aber mit dem Finger die Seite zu weit auf den Bund drückt, wird der Ton dumpf. Dieser saubere Griff ist relativ leicht zu erlernen, aber die Fingerspitze muss im Laufe der Zeit so abgehärtet werden, das sie ausdauernd greifen kann. Nach einiger Zeit bildet sich auf den Fingerspitzen dann eine Hornhaut.

Die Gitarre gehört zur Familie der Saiteninstrumente, denn sie hat 6 Saiten.

GitarrenteileDie Saiten haben folgende Namen:

E (das ist die oberste und dickste Saite),
A,
D,
G,
H,
E (die unterste und dünnste Saite).

Früher waren die Saiten aus Katzen- oder Ziegendärmen, aber heute ist es meist Plastik, das in einer Nylonhülle steckt und mit ganz dünnem Metall umwickelt ist. Es gibt zwar noch Saiten aus Darm, aber die sind sehr teuer und werden fast nur von Profis verwendet.

Wenn man einmal eine der Saiten anzupfst, dann hört man einen Ton. Der entsteht dadurch, dass die Saite in Schwingung versetzt ist. Die Schwingung wird durch den Gitarrenkörper und die Decke verstärkt und aus dem Schallloch ausgegeben.


Das ist auch die einzige Aufgabe des Gitarrenkörpers.Dann gibt es noch den Gitarrenhals mit den kleinen Metallstäbchen, die in das Griffbrett eingearbeitet sind. Die Metallstäbchen heissen Bünde und die Zwischenräume zwischen den Bünden werden auch Bünde genannt. Das klingt vielleicht verwirrend, ist es aber gar nicht, denn fast immer sind die Zwischenräume gemeint. Ein Bund ist jeweils ein Halbtonschritt. Über dem Griffbrett sind die sechs Saiten gespannt. An der einen Seite werden die Saiten vom Sattel gehalten und auf der anderen Seite werden sie um die Stimm-Mechanik gewickelt. Mit dem Wirbel kannst du die Tonhöhe verändern. Das ist wichtig, um die Gitarre zu stimmen.

Keine Bange, man braucht nicht extra Noten zu lernen, um Gitarre zu spielen, wie weiter oben schon erwähnt. Die Rhythmus-Gitarre findet ihre Anwendung in der Folk- und Rockmusik. Die Techniken teilen sich in Akkorde für die Greifhand und Rhythmus für die Anschlagshand auf. Mit ein paar wenigen Akkorden kann man schon selbst spielen und/oder sich selbst beim Gesang begleiten.


Sie erreichen auch durch die richtige Reihenfolge ohne gezieltes Spielen die Unterstreichung einer Stimmung wie halt das typische Lagerfeuer-Feeling oder eine romantische Stimmung.

Die Grundlage bilden Akkorde mit Leersaiten: Grundakkorde.
Von diesen Grundakkorden werden Barréakkorde abgeleitet und wiederum davon die Jazzakkorde.

Es gibt 15 Grundakkorde, die sich durch unterschiedliche Griffweise und Varianten spielen lassen.

Barréakkorde werden mit einem Barré des Zeigefingers gegriffen d.h. man greift über alle Bünde mit einem steif gehaltenen Finger.

Das ist für Anfänger zuerst sehr schwer. Die Grundrhythmen sind einfache Rhythmen im 4/4 und 3/4 Takt.
Es werden nur Abschläge gespielt d.h. beim anreissen der Seiten mit den rechten Finger werden die Seiten nur von oben nach unten angerissen. Wenn die Schlaghand wieder hoch kommt, berühren die Finger die Seiten nicht.
Einfache Wechselschlag-Rhythmen werden bei Grundakkorden verwendet. Ein durchgehender Wechselschlag bildet die Grundlage.

Die klassische Gitarrenmusik umfasst die gesamten Spielstücke der sogenannten Konzertgitarre. Sie wird grundsätzlich Solo gespielt, es gibt aber auch Musik für Gitarren-Duos, Trios oder Quartette. In der Klassik gibt es einerseits die Komponisten, sie schreiben oder komponieren die Musik, anderseits die Interpreten, sie spielen beziehungsweise interpretieren die Musik.

Bei der Jugend entwickeln sich meisst zuerst zwei Stilrichtungen. Die einen wollen den klassischen Lagerfeuer-Stil und die anderen meisst Rock, Heavy-Rock oder Heavy-Metal.

Die ersten wollen den Geschmack von Freiheit und Abenteuer, das romantische Gefühl geniesen das man auch schon so am Lagerfeuer hat, wenn die letzten Würstchen gegessen sind. Eine akustische Gitarre ist hier diejenige welche, die man braucht.
Man sollte sie nach Möglichkeit erst nach einer guten Beratung kaufen. Gekauft ist eine Gitarre schnell, aber,

Wie passt die Grösse der Gitarre zu den eigenen Händen und dem eigenen Körper? Kann man gut den Hals umgreifen?
Kann man den Gitarrenkörper gut am eigenen Körper greifen?
Wie ist der Klang?
Sollte man eher Stahlsaiten, Bronzesaiten oder ein Modell mit Kunststoffsaiten wählen?

Alles wichtige Fragen, wo man auf jeden einzelnen persönlich eingehen muss.

Soundforum

Die Metal-Freaks wollen in erster Linie einen harten Sound, metallischen Klang, hohe Lautstärke und Verzerrungen.
Gitarrenhälse ohne Bünde sind die beliebten Gitarren, sind aber nur von sehr geübten Spielern zu handhaben.
Meisst übersieht man auch gerne, das man bei einer E-Gitarre auch noch Verstärker und Lautsprecher benötigt, die zu der Gitarre passen und wenn das können steigt, sollen auch bald Effektgeräte dazu kommen die das ganze noch "verfeinern". Hier steigen die Kosten leicht in den Himmel.

Man muss sich da ganz von sich heraus entscheiden und sollte auch ruhig nicht darauf verzichten in einen Gitarren-Kurs zu gehen.

Kein Meister fällt vom Himmel und wenn man von Anfang an weiss was man tut, fällt es leichter, macht mehr Spass und hält einen länger bei der Stange.

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